Bundesregierung fördert Nanotechnologie
· Neues Förderprogramm mit über 250 Millionen Euro · Integration klassischer Materialforschung mit der Chemie der Nanotechnologie·
Im Oktober 2003 beschloss das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), über 250 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Werkstoffe zu investieren.
Anlässlich der internationalen Werkstoff-Tage in Weimar präsentierte der Parlamentarische Staatssekretär Christoph Matschie am 30.10.2003 das Förderprogramm WING (Werkstoffinnovation für Industrie und Gesellschaft):
"Mit WING stärken wir die Innovationskraft der deutschen Industrie. Nur mit klaren Innovationsstrategien wird Deutschland auch in Zukunft seinen Lebensstandard sichern können. Wir müssen Weltspitze sein."
WING integriere erstmalig die klassische Materialforschung mit der Chemie und der Nanotechnologie. Damit kann sich die Herstellung neuer Produkte besser und nachhaltiger am Bedarf der Gesellschaft orientieren.
Denn "intelligente Materialien" berücksichtigen die Bedürfnisse der Bevölkerung - beispielsweise Autoscheiben, die sich bei intensivem Sonnenlicht verdunkeln, bioverträgliche Materialien für langlebige Implantate oder thermochrome Kunststoffe in der Überwachung von Lebensmitteln, die durch Farbänderung anzeigen, ob die Nahrungsmittel noch haltbar oder schon verdorben sind.
Mit der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen soll WING gleichzeitig die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern.